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Blogartikel
22. Oktober 2026

NABU spendet Nistkasten für Turmfalken

Fotografie einer historischen Scheune mit verwitterter Holzfassade, großem Tor, Ziegeldach und Anbau. Mehrere Mitglieder der NABU Bezirksgruppe Steglitz-Zehlendorf betrachten den ländlichen Gebäudekomplex unter bewölktem Himmel. Eine Frau zeigt auf den Turmfalken-Nistkasten, der am Giebel der Scheune angebracht wurde.
Mitglieder der NABU Bezirksgruppe Steglitz-Zehlendorf begutachten die neu aufgehängte Nisthilfe für den Turmfalken. Foto: Andreas Richter
2026-10-22

Neue Chancen für den bekannten Mäusejäger auf der Domäne

Turmfalken lassen sich über den Feldern der Domäne Dahlem im wendigen Jagdflug oder auf einem Baum sitzend bei der Suche nach Beute beobachten. Die landwirtschaftlich bewirtschafteten und zugleich zur Erholung genutzten Flächen bieten den kleinen Greifvögeln ebenso wie zahlreichen weiteren wildlebenden Tier- und Pflanzenarten wertvolle Rückzugsräume im städtischen Umfeld. Seit Jahrzehnten finden die Falken hier ausreichend Mäuse und ziehen regelmäßig ihren Nachwuchs groß. Als Brutplatz nutzten sie bislang einen Kasten, der vor vielen Jahren an einem ehemaligen Sendemast des AFN angebracht wurde.

Doch wir wollen den Lebensraum für unsere wendigen Mitbewohner weiter verbessern.

Besuch vom NABU Berlin

Im vergangenen Jahr stattete uns Stefan Kupko, Turmfalken-Experte des NABU Berlin, einen Besuch ab. Seine Einschätzung war ermutigend: Das Nahrungsangebot und der Lebensraum auf der Domäne Dahlem wären groß genug für ein zweites Brutpaar. Ein weiterer Nistkasten könnte ein neues Paar anlocken, eventuell auch als Ausweichplatz dienen.

Fotografie einer Nisthilfe für Turmalken, halboffen mit Ansitzstange, aus Holzbeton, montiert an einer rustikalen Fassade aus Holzbrettern.
Die neue Nisthilfe für Turmfalken am Ostgiebel der historischen Depotscheune. Foto: Andreas Richter

Ein stabiles neues Zuhause

Die NABU Bezirksgruppe Steglitz-Zehlendorf reagierte unkompliziert und spendete kurzerhand einen Nistkasten aus Holzbeton. Mit seinen 17 Kilogramm ist er schwer, aber dafür besonders langlebig und wetterfest – ideal für die Berliner Witterung.

Vor kurzem wurde der Kasten nun am Ost-Giebel unserer historischen Depotscheune montiert. Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an unseren Mitarbeiter der Domäne Dahlem, der die Aufhängung fachgerecht übernommen hat. Nun heißt es warten und hoffen, dass der neue Platz von den Falken entdeckt und angenommen wird.

Fotografie eines Greifvogels im Flug, Ein Turmfalke vor hellblauem Himmel. Ausgebreitete Flügel und fächerförmiger Schwanz zeigen braun gemusterte Federn sowie markante dunkle Schwanzspitzen.
Ein Turmfalken-Männchen „steht“ rüttelnd in der Luft. Foto: Andreas Richter

Beobachtungen im Herbst

Wer in diesen Herbsttagen über das Gelände schlendert, kann mit etwas Glück die Turmfalken bei der Jagd beobachten. Charakteristisch ist ihr „Rüttelflug“: Sie scheinen regungslos in der Luft zu „stehen“, um aus der Höhe nach Beutetieren auf dem Boden Ausschau zu halten.

Doch das Leben als Greifvogel ist nicht immer einfach. Auch auf der Domäne müssen sich die Falken behaupten. So machen ihnen beispielsweise Nebelkrähen das Leben schwer, von denen sie bei jeder Gelegenheit verfolgt und gemobbt werden („hassen“ ist der Fachbegriff für dieses aggressive Abwehrverhalten).

Wir freuen uns auf den Nachwuchs

Die Domäne Dahlem verbindet auf ihren Freiflächen Landwirtschaft und Naturschutz – als gemeinsamer Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Daher freuen wir uns über die kontinuierliche Unterstützung durch den NABU.

Halten Sie die Augen offen! Vielleicht können Sie bald beobachten, wie der neue Kasten inspiziert wird.