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INKLUSIVES SAMMELN – eine interaktive Präsentation

Museum und Sammlung
2025-05-26

Die Domäne Dahlem lädt ein zur interaktiven Präsentation „INKLUSIVES SAMMELN“ ein. Im Rahmen eines Workshops mit Bewohner:innen des Blindenhilfswerks Berlin e.V. wurden neue Perspektiven auf das Sammeln entwickelt. Ihre persönlichen Geschichten und ausgewählten Objekte bereichern nun unsere Sammlung und Ausstellung.

Die Präsentation bietet verschiedene Mitmachstationen, die zum Entdecken und Gestalten einladen. Besucherinnen und Besucher können die neuen Geschichten und Objekte der Sammlung kennenlernen, eine eigene Ausstellung im Glas gestalten und an der sogenannten „Zukunftswand“ über die Bedeutung von Alltagsgegenständen abstimmen. Zudem besteht die Möglichkeit, an einer Kurzführung mit ausgewählten Tastobjekten durch die Ausstellung teilzunehmen und mit den Workshop-Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Alle Stationen sind barrierefrei gestaltet und enthalten Punktschrift sowie tastbare Elemente, um eine inklusive Teilnahme zu ermöglichen.

Veranstaltungsdetails

Datum: 30. April 2025
Uhrzeit: 16 Uhr
Ort: Beteiligungsraum der Ausstellung „Sammlung Domäne Dahlem. Geschichten und Objekte“
Eintritt: Die Teilnahme ist kostenfrei

Neue Objekte für die Museumssammlung

Sammeln, weben, Kunst erschaffen

Alexandra macht Kunst aus dem Unerwarteten. Die Workshop-Teilnehmerin und Bewohnerin des Blindenhilfswerks Berlin hat diesen originellen Wandbehang angefertigt und der Sammlung der Domäne Dahlem überreicht.

Ihre Wohnung gleicht einer Galerie mit Wandteppichen unterschiedlicher Größe. Für ihre Kunstwerke fertigt sie an einem Webrahmen das Grundgerüst an und webt dann Dinge wie ausgedientes Spielzeug, Deckel und Küchenutensilien ein. Aus Dingen, die andere nicht mehr gebrauchen können, macht Alexandra Kunst. In der Ausstellung erfahren Sie unter anderem, nach welchen Kriterien Alexandra entscheidet, was sie sammelt und verwendet.

Barrierefreie Beschreibung des Beteiligungsraums

In diesem Text erklären wir den Beteiligungsraum der Domäne Dahlem. Du kannst lesen, wie der Raum aussieht und was es dort zu entdecken gibt. Wir benutzen die Du-Form.

  • Der Raum im Überblick
    Der Beteiligungsraum ist rechteckig und ungefähr 27 Quadratmeter groß. Er liegt im ersten Stock vom Gutshaus der Domäne Dahlem. Im Raum selbst gibt es keine Stufen oder Schwellen. Du kannst dich gut mit einem Blindenstock um den großen Tisch herum bewegen. Unter dem Tisch stehen Hocker. Die Hocker sind unter den Tisch geschoben. So kannst du nicht darüber stolpern. Bei Bedarf kannst du dich auf die Hocker setzen und ausruhen.
  • Rundgang durch den Raum
    Wir beschreiben jetzt den Raum im Uhrzeigersinn. Das bedeutet: Wir gehen einmal im Kreis herum.
  • Eingang und linke Seite
    Du kommst durch eine große Flügeltür in den Raum. Vor dir steht ein großer Tisch. Links neben dem Eingang ist eine leere Wand. Etwas weiter ist ein Durchgang. Dieser Durchgang führt zu einem Ausstellungsraum mit Bildern. Danach siehst du ein Foto mit Hinweis zum Jungen Rat der Domäne Dahlem.
  • Fensterseite
    An der langen Fensterseite steht ein Regal mit Ausstellungsgläsern. Diese Gläser wurden von den Alltagsexperten und Alltagsexpertinnen gestaltet. Du kannst die Gläser anfassen und ertasten. Vor den Gläsern findest du Informationen in Braille-Schrift. In der Sammlung gibt es auch neue Gegenstände: ein Portemonnaie, einen Milchwächter, ein Pflanzengefäß, einen Kunstteppich mit Schraubdeckeln und ein Salatbesteck.
    Ganz rechts an der Fensterseite steht die Audiostation. Du kannst sie anfassen und ertasten. Oben ist ein Bildschirm, unten ein Knopf. Drücke den Knopf, um die Hörbeiträge zu starten. In den Beiträgen erzählen die Alltagsexperten und Alltagsexpertinnen Geschichten über ihre Objekte. Im Raum ist es meistens ruhig. Manchmal hört man Geräusche vom Hof draußen.
  • Rechte Seite
    Wir gehen weiter im Uhrzeigersinn und verlassen die Fensterseite. Es folgt ein Stück freie Wand. Dann kommt ein zweiter Durchgang. Dieser führt zur Ausstellung über die Geschichte der Milchwirtschaft. Danach kommt die sogenannte Zukunftswand. Hier hängen moderne Alltagsgegenstände wie:
    • ein Air-Up-Ring (damit kannst du Wasser mit Duft aromatisieren)
    • Trinkhalme aus Metall
      Du darfst diese Gegenstände anfassen. Sie haben unterschiedliche Oberflächen, Formen und Funktionen. Auch hier gibt es Informationen in Braille-Schrift. In der Ecke rechts neben der Zukunftswand steht ein Regal mit leeren und gefüllten Gläsern. Dann bist du wieder am Eingang mit der Flügeltür.
  • Der Tisch in der Mitte des Raumes
    Der große Tisch in der Mitte ist rechteckig und in drei Bereiche aufgeteilt:
  1. Vorderer Bereich (nahe am Fenster):
    Hier wird erklärt, wie du selbst ein Ausstellungsglas gestalten kannst.
  2. Mittlerer Bereich:
    In der Mitte des Tisches steht eine Sammelkiste mit Materialien. Du kannst einige Gegenstände anfassen. Manche haben auch einen Geruch. Diese Materialien kannst du für dein Ausstellungsglas verwenden. Um die Sammelkiste herum ist Platz. So kannst du dich frei bewegen.
  3. Hinterer Bereich (weiter vom Fenster entfernt):
    Hier findest du das Wertespiel. Es regt zum Nachdenken über unterschiedliche Werte an, zum Beispiel Geldwert, Erinnerungswert oder Materialwert. Die Informationen gibt es auch in Braille-Schrift.

Hinweise zur Barrierefreiheit
Im Raum gibt es keine tastbaren Bodenmarkierungen oder Leitsysteme.