Projekte

Die STIFTUNG DOMÄNE DAHLEM - LANDGUT UND MUSEUM initiiert und realisiert mit Hilfe von externen Mitteln und  durch Partnerschaften zu Universitäten, Stiftungen, Land und Bezirk anspruchsvolle Projekte.

Sammlung im Netz (SIN)

Das Projekt SAMMLUNG IM NETZ (SIN) wurde bislang auf der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes (DMB) in der Arbeitsgruppe Dokumentation, auf der Tagung der Vereinigung Europäischer Freilichtmuseen (AEOM/ ICOM) und auf dem Jahrestreffen des Arbeitskreises der Freilichtmuseen im Deutschen Museumsbund vorgestellt, diskutiert und mit großem Interesse aufgenommen. Die Sammlung der Domäne Dahlem umfasst ca. 10.000 Objekte, 9.000 Archivalien und 130.000 Bildmedien zum Schwerpunkt Agrar- und Ernährungskultur. In dem 2007 initiierten Projekt werden die musealen Bestände des Museums fachgerecht aufbereitet und online öffentlich zugänglich gemacht. 2009 wurde ein erster Datenbestand in das Internetportal BAM integriert. Bei diesem von der DEUTSCHEN FORSCHUNGSGEMEINSCHAFT (DFG) unterstützten Projekt handelt es sich um ein gemeinsames Internetangebot von Bibliotheken, Archiven und Museen in Deutschland mit dem Ziel, Kulturgut für experten und die breite Öffentlichkeit auf nationaler Ebene auf nationaler Ebene zentral zugänglich zu machen.

2016 Jahrestagung FREILICHTMUSEEN

2016 fand in der STIFTUNG DOMÄNE DAHLEM im neueröffneten CULINARIUM die Jahrestagung der Fachgruppe FREILICHTMUSEEN mit dem Tagungsthema KULTURELLE BILDUNG UND GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG im FREILICHTMUSEUM statt. In den letzten Jahren ist kulturelle Bildung verstärkt zum Gradmesser der Leistung eines Museums gegenüber der Öffentlichkeit, den Trägern und Geldgebern geworden. Strategische Museumsziele, die Wertschätzung der Museumspädagogik und die operative Umsetzung der Bildungsangebote durch qualifiziertes und engagiertes Personal wurden in den Hauptfokus gerückt und die Aufgaben hinterfragt. Wie nehmen Freilichtmuseen die ihnen zukommende gesellschaftlich Verantwortung wahr? Wie können Freilichtmuseen als kulturelle Bildungsträger individuelle Bildungsbedürfnisse erfüllen? Inwieweit sind Freilichtmuseen Impulsgeber für Gegenwarts- und Zukunftsfragen? Welche besonderen Expertisen und Chancen haben Freilichtmuseen in diesem Bereich? Wo liegen die Herausforderungen für Freilichtmuseen?

2015 Projekt EFRE

Der Domäne Dahlem wurde 2010 durch den BERLINER SENAT ein Antrag auf Mittel aus dem EUROPÄISCHEN FOND FÜR REGIONALE WEITERENTWICKLUNG bewilligt, der 2015 die Weiterentwicklung der Domäne Dahlem ermöglichte. Verschiedene Gebäude der Domäne Dahlem konnten ertüchtigt und infrastrukturell verbessert wurden, wie u.a. der Umbau des historischen Pferdestallgebäude zu CULINARIUM. 2016 wurde die ehemalige Remise von 1907 denkmalgerecht zu einem attraktiven LANDGASTHAUS mit einem ganzjährigen Getränke- und Speiseangebot umgebaut. Mit dem HOFLADEN gegenüber dem U-Bahnhof Dahlem Dorf ist ein offizielles Eingangsgebäude entstanden, das sich mit der vorgeblendeten Bruchsteinmauer der Anger-Landschaft des ehemaligen Gutsdorfs Dahlem anpasst.

2014 Provinienzforschung ARMBRUSTER SAMMLUNG

Das Projekt untersuchte die Provinienz der bienenkundlichen Objekte aus der ARMBRUSTER SAMMLUNG, die heute zum Bestand der STIFTUNG DOMÄNE DAHLEM gehört. Die ursprüngliche Sammlung wurde 1923 am INSTITUT FÜR BIENENKUNDE in Dahlem durch den ersten Direktor, Ludwig Armbruster, gegründet. Mit 47 Jahren wurde der Wissenschaftler 1934 nach Paragraph 6  des GESETZES ZUR WIEDERHERSTELLUNG DES BERUFSBEAMTENTUMS von den Nationalsozialisten zwangsweise in den Ruhestand versetzt. Die Gründe für diese politisch motivierte Absetzung des Lehrstuhlinhabers lassen sich u.a. in dem regimekritischen Verhalten finden. Armbruster protestierte gegen die Braunhemden an der Universität, arbeitete mit Bienenforschern aus Palästina zusammen und unterstützte jüdische Emigranten bei der Ausreise. Die von Armbruster als die größte von exotischen und historischen Bienenwohnungen der Welt bezeichnete Sammlung verblieb nach 1934 am INSTITUT FÜR BIENENKUNDE in Dahlem und wurde von seinem Nachfolger, dem SS Ahnenerbe-Mitglied Werner Ulrich, fortgeführt. Zeitlebens reklamierte Armbruster Teile der Sammlung als sein Eigentum.

Den Anstoß zu diesem Projekt gaben Objekte, die unter der Leitung Ulrichs in die Sammlung kamen. Uhr Zugang lässt sich direkt mit einem Aufruf von Erich Miethke, einem Mitarbeiter Ulrichs, in Verbindung bringen. Dieser rief im KURÄRKISCHEN IMKER von 1940 als Gefreiter Miethke seinen Imkerkameraden dazu auf, im Felde Bienenbeuten und imkerliche Gerätschaften zu sammeln, insbesondere Material aus allen besetzten Gebieten wie Norwegen, Belgien, Holland, Frankreich, Polen. Er selbst habe in Polen und in Frankreich in zerstörten Ständen oder im Trümmerschutt der Häuser manch originellen Korb oder Gerät gefunden und nach Berlin versandt. Zur Bereicherung ihrer Sammlungen waren naturwissenschaftliche Museen und Institute bereit, sich an den Beutezügen der Nationalsozialisten zu beteiligen. Die Provinienzforschung folgt folgenden Fragestellungen: Welche Objekte stammen aus der Ursprungssammlung von Ludwig Armbruster? Wurden Armbruster als Gegner des Naziregimes die Objekte 1934 NS-verfolgungsbedingt entzogen? Woher stammen die Objekte, die nach 1934 an das INSTITUT FÜR BIENENKUNDE in Dahlem gelangten. Unter welchen Bedingungen wurden sie Bestandteil der Sammlung? Existierte ein Sammlungsauftrag Ulrichs? zu einer ethisch verantwortungsvollen Präsentation der ARMBRUSTER SAMMLUNG gehört neben einer beeindruckenden Biografie des Wissenschaftlers die Untersuchung und Beleuchtung der Herkunft und Umstände des Erwerbs.

2012 Projekt BIENENKULTUR

Im Rahmen des Projektes erwarb die Domäne Dahlem zehn Bienenvölker der Rasse CARNICA, die in den Magazinen auf dem Gelände gehalten wurden. Da die Biene als Nutztier durch die Bestäubung der Pflanzen einen erheblichen Beitrag in der Landwirtschaft leistet, wird der ökologische LIVE BIOBETRIEB durch einen wichtigen Baustein ergänzt. Die Informationen zur BIENENKULTUR werden durch Führungen über die Imkerei und durch Aktionskurse zur Weiterverarbeitung von Bienenprodukte werden an ein breites Publikum vermittelt.

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