Museum im Herrenhaus

Dauerausstellung in den historischen Räumen im Erdgeschoss

Das Museum im Herrenhaus aus dem Jahr 1560 verfügt über 600 Quadratmeter hochwertige Ausstellungsflächen. 

Die Dauerausstellung im Herrenhaus zeigt in historischen Räumlichkeiten als Schmuckstücke die Inszenierung eines historischen Kaufmannsladens aus den 1920er Jahren, eine historische Fleischerei mit originaler Jugendstildecke, die Inszenierung eines Lebensmittellabors aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamt sowie eine bienenkundliche Präsentation, die auf den berühmten Berliner Forscher Prof. Armbruster zurückgeht. Architektonisch beeindruckend sind die Hofstube aus dem Jahr 1560 mit ihrem architektonisch wertvollen Sternrippengewölbe und der barocke Saal.
Wir bieten unterhaltsame Ausstellungen, die kreativ, informativ und familienfreundlich sind.
Öffnungszeiten: täglich außer montags jeweils 10 - 17 Uhr.

Hinter Glas und doch lebendig: Der Kaufmannsladen

Das Museum im Herrenhaus der Domäne Dahlem hat eine neue Attraktion: Im frisch restaurierten Kaufmannsladen aus den Jahren 1900 – 1930, dessen Mobiliar ursprünglich im brandenburgischen Tremmen bei Nauen stand, begegnen die Besucher nun auch dem „Kaufmann“ selbst wieder.

Das Ganze ist technisch möglich durch eine aufwändig produzierte Hinter-Glas-Projektion mit holografischen Effekten. „Der Kaufmann“ erzählt aus seinem Arbeitsalltag: von den vielen losen Waren in seinem Laden, von Kaffee, Registrierkasse und Anschreibe-Buch, aber auch von Kindern, die er gerne mit einem leckeren Bonbon beglückte und von seinen Kunden, von denen er jedes Geheimnis als erster erfuhr.

Und dieser „Kaufmann“ zieht uns mit seiner Echtheit in seinen Bann, denn hier steht kein Schauspieler, sondern eine authentische Person. Rüdiger Buchmann hat 1955 als Lehrling in einer Bedienungsfiliale bei der Berliner Traditionsfirma Reichelt in Berlin-Spandau seinen Lebensweg als „Kaufmann“ begonnen und dieses Handwerk „von der Pieke auf“ gelernt. Dem traditionsreichen Berliner Unternehmen ist er sein gesamtes Berufsleben über treu geblieben. Selbst im Ruhestand ließ ihn die Leidenschaft für seinen Beruf nicht los: Ab 2006 baute er maßgeblich das Ehrenamtlichen-Projekt „Lebendige Geschichte / Einkaufen früher“ der Domäne Dahlem mit auf, bis 2011 aktiv und seither als Mentor. Diesen einzigartigen Wissens- und Erfahrungsschatz für unser Publikum auf Dauer „lebendig“ zu erhalten und zugänglich zu machen, dazu dient diese außergewöhnliche Installation.

Das Armbruster-Zimmer

Einblicke in die Geschichte der Bienenkultur 

Die Stiftung Domäne Dahlem zeigt im Obergeschoss des Herrenhauses eine Dauerausstellung über das Leben des bedeutenden Bienenkundlers Prof. Dr. Ludwig Armbruster und bietet mit herausragenden Stücken aus dessen Sammlung Einblicke in die faszinierende Kulturgeschichte der Imkerei.

Ludwig Armbruster (1886 - 1973) war ein deutscher Zoologe, dessen Arbeit bis heute Anerkennung findet. 1923 wurde er Direktor des neu gegründeten Instituts für Bienenkunde (IfB) in Berlin-Dahlem. Dort legte er den Grundstock zu der bienenkundlichen Sammlung mit historischen Objekten, die jetzt zum Bestand der Domäne Dahlem gehört. Seine wissenschaftliche Arbeit fand bereits 1934 im Zusammenhang mit der Gleichschaltung der Nationalsozialisten ein abruptes Ende. Die Sammlung verblieb am Institut, wurde allerdings durch den Krieg schwer geschädigt und die Aufzeichnungen dazu verbrannten. Auch Armbrusters unschätzbares Wissen zur Sammlung ging durch seinen unfreiwilligen Weggang verloren. Mit Hilfe engagierter Berliner Forscherinnen und Forscher wurde die Sammlung später weitergeführt.

Preis: ist im Museumseintritt inbegriffen

„Bienen, Wespen und Hummeln sind nützliche Tiere“

Die Biologie von „Bienen, Hummeln und Wespen“ vermittelt das „Dahlemer Fenster“, ein Ausstellungsprojekt der FU Berlin.

Biene, Wespe oder Hummel? Wer fliegt da genau im Garten umher? Wer belästigt sie da gerade am Kaffeetisch? Oft genug werden zu Unrecht die Falschen verdächtigt.

Die Ausstellung „Bienen, Wespen und Hummeln sind nützliche Tiere“ soll Vorurteile gegenüber diesen Insekten beseitigen und dem Besucher einen Einblick in deren Lebensweise verschaffen. Hier können Bienen, Wespen und Hummeln und ihre Nester in Ruhe aus nächster Nähe betrachtet werden. So werden dem Besucher die typischen Unterscheidungsmerkmale der Tiere nähergebracht. Bienen und Hummeln findet man nicht am Kaffeetisch und nicht jede Wespenart geht an Kuchen und Süßes. Auch Hornissen stellen keine akute Gefahr dar, sondern können für Gartenbesitzer sogar von Nutzen sein.

Die Ausstellung zeigt, dass es sich lohnt, genauer hinzusehen, dass Bienen, Wespen und Hummeln faszinierende Tiere sind, vor denen man keine Angst zu haben braucht.

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