Herrenhaus

Im Herrenhaus aus dem Jahr 1560 werden auf zwei Etagen mit einer insgesamt 600 qm großen Fläche mit dem KAUFMANNSLADEN, der FLEISCHEREI, dem LEBENSMITTELLABOR und dem ARMBRUSTER ZIMMER historische Orte inszeniert, die dem Besucher im Kontext von Landwirtschaft und Ernährung einen Einblick in die Kultur- und Alltagsgeschichte  um die Jahrhundertwende vermitteln.

Kaufmannsladen

Im Kaufmannsladen von 1900 -1930 begegnet der Besucher dem Kaufmann Rüdiger Buchmann, der als holografische Projektion in Erscheinung tritt und spannende Geschichten aus seinem Arbeitsalltag erzählt. Er beglückte die Kinder mit Bonbons und war derjenige, der jedes Geheimnis von seinen Kunden als erster erfuhr. Das Mobiliar, von der Registrierkasse bis zum Anschreibebuch, stammt aus einem originalen Kaufmannsladen aus dem brandenburgischen Tremmen bei Nauen. Rüdiger Buchmann hatte seinen Lebensweg als Kaufmann 1955 als Lehrling in einer Bedienungsfiliale der Berliner Traditionsfirma Reichelt in Berlin-Spandau begonnen und das Handwerk von der Pieke auf gelernt. Dem traditionsreichen Berliner Unternehmen blieb er sein gesamtes Berufsleben treu und im Ruhestand gehörte er zu den Initiatoren, die ab 2006 das Projekt KAUFMANNSLADEN ins Leben riefen, mit dem ein einzigartiger Wissens- und Erfahrungsschatz dauerhaft an die Besucher vermittelt wird.

Fleischerei

Im Berlin der 1920er Jahre existierten ca. 5.000 Fleischereien, die mit ihrem Interieur und der Gestaltung ihrer auslagen den Wohlstand des Gewerbes widerspiegelten. In der Inszenierung, deren Pate die Fleischer-Innung Berlin ist, wird mit den ausgewählten Exponaten, wie u.a. den unterschiedlichen Mischmaschinen, der spannende Weg der Fleisch- und Wurstproduktion vom Schlachthof bis in die Fleischerei erzählt

Lebensmittellabor

Mit originalen Sterilisierdosen, Petrischalen und Schneideräten wird dem Besucher ein Einblick in das LEBENSMITTELLABOR des KAISERLICHEN GESUNDHEITSAMTES gewährt, in dem der Verbraucherschutz ab 1876 das Laufen lernte. Die Inszenierung zeigt einen Ort, an dem in Reaktion auf den Verlauf von verdorbenen und gefälschten Lebensmitteln die Forschung zur Schlachtviehhygiene und zu Grundsätzen der Ernährung mit der Entwicklung von neuen Richtlinien intensiv vorangetrieben wurde.

Armbruster Zimmer

Mit den herausragenden Exponaten aus der Sammlung des bedeutenden Bienenkundlers Prof. Dr. Ludwig Armbruster (1886-1973) bekommt der Besucher einen Einblick in die faszinierende Kulturgeschichte der Imkerei. Als deutscher Zoologe wurde Armbruster 1923 Direktor des neu gegründeten INSTITUTES FÜR BIENENKUNDE, wo er den Grundstock für die bienenkundliche Sammlung mit historischen Objekten legte, die heute zum Bestandteil der Domäne Dahlem gehört. seine wissenschaftliche Arbeit fand 1934 im Zusammenhang mit der Gleichschaltung der Nationalsozialisten ein abruptes ende und durch seinen unfreiwilligen Weggang drohte sein unschätzbares Wissen über die Imkerei verlorenzugehen. Die Sammlung, die durch den Krieg schwer beschädigt wurde, verblieb am Institut und konnte durch das Engagement von Berliner Wissenschaftlern zum Teil erhalten und weiterentwickelt werden.

Ausstellung BIENEN, WESPEN UND HUMMELN

Die von der FU Berlin initiierte Ausstellung zeigt, dass Bienen, Wespen und Hummeln nützliche und faszinierende Tiere sind. dem Betrachter wird ein umfassender Einblick in die Lebensweise der Insekten gewährt und weit verbreitete Vorurteile werden hinterfragt.

Suche:

Nächste Veranstaltungen:

Back To Top