
Werbeplakat für „Kathreiners Malzkaffee“, Plakatdruck, 1930er Jahre, Deutsches Historisches Museum, Berlin
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Seit etwa 1750 setzten sich Kaffee-Surrogate als Alltagsgetränk durch, denn sie waren viel billiger als echter Bohnenkaffee und boten zudem den Preußenkönigen nur Vorteile: Anbau, Verarbeitung, Handel und Konsum - alles preußisch! Und das Geld blieb beim Kaffeekauf im Lande. Im 19. Jahrhundert war Ersatzkaffee das wichtigste nichtalkoholische Getränk und bereitete sicher den Boden vor, daß heutzutage - wo echter Bohnenkaffee billig wie nie ist - der Deutschen liebstes Getränk wurde. Tatsächlich wurde erst in den 1950er Jahren der Ersatzkaffee vom Bohnenkaffee im Verbrauch überholt.
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Zichorie oder Wegwarte Die schön blau blühende Zichorie ist die Stammform von Zichoriensalat, Radicchio und Chicoreé. Im 19. Jahrhundert in großem Maßstab für die Surrogat-Kaffeeproduktion angebaut, findet man sie heute vor allem an Weg- und Ackerrändern, Stadtmuseum Berlin.
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Die Vielfalt der Ersatzstoffe erstaunt: nahezu sämtliches Getreide, besonders Roggen und Gerste; verschiedene Wurzel- und Knollengewächse, vor allem Zichorie, aber auch Mohrrüben, Kartoffeln, Rote Bete und Löwenzahnwurzeln; an Kernen und Samen z.B. Pfirsich, Kirsche, Datteln und Erbsen, Eicheln und Kastanien; in gedörrter Form Feigen, Hagebutten, Birnen und Äpfel; und nicht zuletzt - trockenes Brot.
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