Gartenbau

Auf dem 1,7 Hektar großen Gartenland der Domäne Dahlem werden saisonal verschiedene Obst- und Gemüse-, Kräuter- und Blumensorten angebaut.

Obst Beerenfrüchte, von Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren über Johannisbeeren und Stachelbeeren bis zu Maulbeeren 

 

Gemüse Wurzel-, Blatt- und Fruchtgemüse, von Mangold über Paprika bis Kürbis, sowie alte Gemüsesorten, wie u.a. die Salate GOLDFORELLE und REZUNGE

Kräuter von der klassischen Pfefferminze über Koriander bis zu Salbei

Blumen von Sonnenblumen und Malven über Heckenrosen und Zinnien bis zu Ringelblumen und Kapuzinerkresse

Anbau

Mit der Unterscheidung der Früchte im Nährstoffgehalt nach Schwach-, Mittel- und Starkzehrern und dem Anbau auf wechselnden Teilstücken beachtet der Gartenbau der Domäne Dahlem die Fruchtfolge. Darüber hinaus werden Mischkulturen angebaut, die sich positiv auf die Nährstoffe und Nützlinge sowie den Pflanzenschutz auswirken. Durch die Nützlingsförderung und Pflanzenstärkungsmittel sowie den mechanischen Einsatz von Netzen und Vliesen werden die Pflanzen geschützt. Als Düngung wird hofeigener Wick-Roggen-Mist und Kompost neben der Gründüngung verwendet

Ackerbau

Aufgrund der umfangreichen Tierhaltung beansprucht der Anbau von Futterpflanzen, wie u.a. Klee, Gras und Luzerne fast die Hälfte der sechsjährigen Fruchtfolge. Auf den anderen Feldern wachsen Petkuser Roggen und Futterrüben, alte und moderne Kartoffelsorten, wie u.a. BLAUER SCHWEDE und BAMBERGER HÖRNCHEN, sowie verschiedene Feldgemüse. Die märkische Agrarlandschaft wird durch Totholz- und Lesesteinhaufen, verschiedene Heckenformen sowie Blühstreifen an den Feldrändern abgerundet. Die Streuobstwiese und die Teiche sind zugleich wichtige Biotope für die wilde Flora und Fauna.

Projekt HISTORISCHE NUTZPFLANZEN

Durch den Anbau und die Vermarktung alter traditioneller Gemüse- und Obstsorten leistete das wissenschaftliche Forschungs- und Bildungsprojekt am Standort Domäne Dahlem von 2008 bis 2011 einen nachhaltigen Beitrag zum Erhalt historischer Nutzpflanzen. Das Projekt förderte das Bewußtsein über die Vielfalt der alten Obst- und Gemüsesorten, die durch moderne Qualitätskriterien wie Keimfähigkeit, Reinheit und Gesundheit sowie den damit verbundenen rechtlichen und finanziellen Auflagen zunehmend aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten. In einem 200qm großen Schaugarten wurden historische Obst- und Gemüsesorten angebaut und auf ihre zukünftige Marktfähigkeit geprüft, wie u.a. die süß-aromatische DUWICKER MÖHRE, die würzige flache Speisezwiebel DRESDENER PLATTRUNDE und der Blattsalat BUNTE FORELLE. Infotafeln sowie Führungen und Workshops vermittelten das Wissen über den Ursprung, die Herkunft und Züchtungsgeschichte der historischen Nutzpflanzen an ein breites Publikum. Initiativen wie der Dreschflegel e.V., Samenbau Nordost, VEN, VERN e.V. und Arche Noah fördern den Anbau und Verkauf traditioneller Obst- und Gemüsesorten. Da alte Kultursorten im Obst- und Gemüseanbau durch ihre genetische Beschaffenheit für den BIO Anbau und neue Züchtungen eine wesentliche Voraussetzung sind, leistet die Domäne Dahlem mit diesem innovativen Projekt einen wichtigen Beitrag zur bewussten Ernährung. Die genetische Vielfalt wird bewahrt und die Kulturlandschaft erhalten. Heute werden rund 20 alte Gemüse- und Obstsorten, die sich im Rahmen des Projektes bewährt haben, auf den Feldern der Domäne Dahlem angebaut und im HOFLADEN zum Verkauf angeboten.

Intention

Durch den BIOLAND BETRIEB des Freilichtmuseums Domäne Dahlem wird die Herkunft vieler Lebensmittel für ein breites Publikum erlebbar. Seit 2002 ist die Domäne Dahlem mit diesem vorbildhaften Angebot DEMONSTRATIONSBETRIEB im Rahmen des Bundesprogramms ÖKOLOGISCHER LANDBAU.

Kooperationen

Die Domäne Dahlem ist für das SAATGUT-ERHALTER-NETZWERK-OST aktiv tätig, dem Spezialisten für den Anbau- und die Vermarktungsprüfungen sowie Saatgutvermehrung von ausgewählten alten Gemüsesorten.

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